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DRK-Ortsverein
Rastatt e.V.

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Unser Ortsverein

Foto: Düsseldorfer Bereitschaft steht mit Ausrüstung vor ihren Einsatzfahrzeugen.
Musterfoto der Düsseldorfer Bereitschaft: D. Winter / DRK

Kleine Entstehungsgeschichte des DRK - Ortsverein Rastatt e.V.

Alles hatte seinen Anfang mit der Gründung des Frauenvereins Rastatt im Jahr 1845. Dieser Frauenverein wurde auf Initiative der Großherzgin Stephanie von Baden, einer Adoptivtochter Napoleon I, gegründet. Sie hatte nach dem Vorbild der preußischen Prinzessinnen in der Großherzoglichen Badischen Staatszeitung am 22. Januar 1814 zur Bildung des Frauenvereins im Großherzogtum Baden aufgerufen:

"In dem Augenblick, wo die Mehrzahl von Badens Kriegern den bereits vorangegangenen Brüdern zum allgemeinen Kampf folgte, jede Familie den bitteren Schmerz der Trennung fühlt, ist es gewiß für das zarte Gemüt der Frauen Trost und schöner Beruf, den entfernten Brüdern ihre Zeit und Aufmerksamkeit zu weihen".

So bildeten sich aus der Not im Kampf gegen die französische Bedrückung auch auf badischem Territorium eine Reihe einzelner Frauenvereine, unter ihnen auch der Frauenverein Rastatt, in dem sich die Helfereinnen in Kriegszeiten sowohl um die Verwundeten als auch um die Daheimgebliebenen kümmerten. In den Friedensjahren widmeten sie sich vornehmlich der Wohlfahrtspflege. Die Zielsetzung und das Tätigkeitsfeld des Frauenvereins in Rastatt erstreckte sich vorrangig auf die Unterstützung von Armen und Kranken.

1856 rief Großherzogin Luise von Baden weitere Frauenvereine ins Leben und so konnte sie 1866 insgesamt 95 Frauenvereine nach Genfer Konvention von 1864 dem Internationalen Roten Kreuz geschlossen zur Verfügung stellen. Als sich am 29. Juni 1866 das Zentralkomitee des Roten Kreuzes in Baden konstituierte, übernahm der Badische Frauenverein als Abteilung des Genfer internationalen Hilfsvereins alle Rechte und Pflichten für das Großherzogtum Baden und wurde am 22. Juli 1866 als einziger Verein im Internationalen Komitee vom Roten Kreuz im Sinne der Genfer Konventionen anerkannt. Nach dem Zusammenschluss mit dem Badischen Männerverein 1870 nannte er sich 1889 Badischer Landesverein vom Roten Kreuz.

Durch ein Reichsgesetz wurden 1937 die einzelnen Rot-Kreuz-Vereine, also Frauenvereine und Männerhilfsvereine, aufgelöst und das Rote Kreuz neu gestaltet. Die Hauptaufgaben hatten künftig die Bereitschaften - männlich und weiblich - zu erfüllen. Man strebte danach, einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen, der auf Mitwirkung der Sanitätskolonne als Hilfseinheit am amtlichen Sanitätsdienst bei Notständen ausgerichtet war.

Nach Kriegsende verbot 1945 die französische Besatzungsmacht das Rote Kreuz. Obwohl die Organisation aufgelöst war, setzte sie als "Badisches Hilfswerk" ihre Tätigkeit fort. Aber bereits am 29. November 1948 wurde das Deutsche Rote Kreuz in Rastatt neu gegründet und erfüllt bis zum heutigen Tag im Rahmen der Rotkreuzgrundsätze mit den Rotkreuzgemeinschaften Bereitschaft und Sozialarbeit seine satzungsgemäßen Aufgaben.

 

 

Die Wiedergründung des Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Rastatt e.V. von 1948

Am 29. November war es soweit: Das Deutsche Rote Kreuz durfte sich neu gründen.

Der Vorstand setzte sich aus folgenden Personen zusammen:

1. Vorsitzender: Oberpostdirektor Hatz

Stellvertretende Vorsitzende:

Martha Jäger - Ehefrau des damaligen Oberbürgermeister

Kinderarzt Dr. Peter

Amtsgerichtsrat a.D. Schmid-Eberstein

Schatzmeister: Sparkassen-Direktor Kuhn

Durch die Währungsreform musste der DRK-Ortsverein mit einem Startkapital von 4.500,-- DEM wieder ganz von vorne beginnen.

Die neuen Aufgaben des Ortsvereins waren:

Die Schülerspeisung, die Volksküche, die Kinderheimaktion, die Nähstube und der Suchdienst.

Im Laufe der Jahrzente kamen viele weitere Aufgaben hinzu, die die beiden Gemeinschaften - die Bereitschaft und die Sozialarbeit - heute ehrenamtlich ausführen.